Hand hält vollen Müllsack fest

Müll reduzieren für AnfängerInnen

Ein lebendiger Leitfaden für eine bessere Welt

Meine ersten Versuche die Welt zu retten, scheiterten kläglich. Ich habe mich sowohl als Veganerin als auch als Vegetarierin versucht – beide Male erfolglos. Nachdem der Frust meiner Niederlagen abgeklungen war, kam ich zu dem Schluss, dass Weltretten nicht nur schwarz-weiß funktioniert: Jeder Schritt, mit dem ich die Umwelt ein kleines bisschen weniger schädige, ist ein guter Schritt. Und je mehr Schritte ich in diese Richtung gehe, desto weiter komme ich. 

Weltretten: Zusammen schaffen wir Großes

Mein größtes Aha-Erlebnis bestand darin, zu erkennen: Je mehr Menschen ich davon überzeuge, dass Umdenken zugunsten unserer Erde schon bei Kleinigkeiten beginnt, umso größer der Effekt, den wir gemeinsam erreichen können. 

Weltretten beschränkt sich natürlich nicht nur aufs Essen. Unser Alltag ist voll von Chancen, nachhaltig zu handeln oder schädliches Handeln zu unterlassen. Ob in der Küche, im Bad oder beim Einkaufen: Nach und nach habe ich mir zu den verschiedenen Bereichen stetig wachsende Leitfäden erstellt, an die ich mich – so gut es geht – versuche zu halten. 

Heute möchte ich meinen Leitfaden zum Thema “Müll reduzieren für EinsteigerInnen” mit euch teilen. Um Erweiterung wird ausdrücklich gebeten! Diese Sammlung an Alltags-Hacks eignet sich besonders gut, um beim Weltretten mit einzusteigen. Die Tipps sind zum einen meist ohne erhebliche Mehrkosten und auch ab sofort umsetzbar. 

Müll reduzieren für AnfängerInnen

  • Nimm zum Einkaufen deine eigene Tasche bzw. alte, aber noch gute Tüten oder einen Rucksack mit.
  • Kaufe lose statt verpackter Ware.
  • Nimm dein eigenes Gemüsenetz mit oder lege das Obst und Gemüse einfach lose in den Einkaufskorb.
  • Kaufe Wurst, Fleisch und Käse an der Bedientheke und bring deine eigenen Dosen mit. 
  • Kaufe lieber eine große Verpackung auf Vorrat statt vieler kleiner Verpackungen.
  • Erkundige dich, ob es in deiner Nähe Unverpackt-Läden gibt, wo du eigene Gefäße mitbringen kannst. Du kannst sie dir dort Vorratsgläser aber notfalls auch einmal selbst zulegen.
  • Kaufe Joghurt und Getränke nach Möglichkeit im Glas.
  • Plane möglichst weit im Voraus, mach dir selbst zu Hause belegte Brote, Obst- und Gemüsesalate und verzichte, wenn möglich, auf To-go-Ware.
  • Kaufe nicht zu viel ein, was am Ende im Müll landet.
  • Trenne Müll richtig, egal wo du bist. Nur richtig getrennter Müll kann recycelt werden.
  • Trenne unterschiedliche Materialien von Verpackungen vor dem Wegschmeißen, z. B. Deckel bei Joghurtbechern oder Sichtfenster bei Brötchentüten.
  • Spüle Verpackungen vor dem Wegwerfen nicht aus. Sie müssen nur löffelrein sein.
  • Sammle Bioabfall, damit aus den sehr energiereichen Abfällen Kompost oder Biogas werden kann.
  • Schmeiße Produkte mit „abgelaufenem“ Mindesthaltbarkeitsdatum nicht einfach weg, sondern sieh nach und probiere, ob das Produkt noch gut ist. Vertrau deinen Sinnen!
  • Kaufe elektronische Geräte mit Akkus statt mit Batterien.
  • Versuche defekte Geräte selber zu reparieren oder bringe sie zu einem Fachhändler mit Reparatur-Service.
  • Bevor du dir etwas Neues kaufst, überlege besser, ob es vielleicht jemanden gibt, der dir diese Sache ausleihen könnte. Insbesondere bei Geräten, die wir nur selten brauchen wie z.B. eine Bohr- oder Nähmaschine. Aber auch bei Kleidungsstücken für seltene Anlässe kann sich der Blick in den Kleiderschrank einer Freundin oder des Vaters lohnen – auch finanziell. 

Was sind eure Lieblings-Alltags-Hacks für eine bessere Zukunft? Schreibt es in die Kommentare!

 

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